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Newsletter No. 3 - April 2016.

Liebe Leser_innen,

in vielen Ländern Europas werden Roma diskriminiert. Wir möchten mit dem RAN_Newsletter Ereignisse aufgreifen, die in den letzten Monaten passiert sind, um Diskriminierungen, Rassismus gegenüber Roma innerhalb Europas, aber auch Veranstaltungen und Aktionen sichtbar zu machen und zu verbreiten.
Wollen auch Sie aktiv werden? Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen. Mit einer Spende helfen Sie uns, ein Zeichen zu setzen, gegen Antiromaismus und Menschenfeindlichkeit.
Leisten auch Sie humanitäre Hilfe und unterstützen Roma-Kinder und Jugendliche! Für unsere Partnerorganisation in Kraljevo/Serbien sammeln wir Hilfsgüter für Roma-Kinder und Jugendliche (Kleidung, Schuhe etc.) und freuen uns über jede Spende.


Roma Center
Sparkasse Göttingen
 
IBAN: DE60260500010000170399 
BIC: NOLADE21GOE

 
Aktionen/Veranstaltungen:

1. The „The Awakening“– ein Film von Kenan Emini
2. Filmtour „The Awakening“ im März 2016 durch Sachsen
3. 8. April – ROMADAY
4. „Romnja Power Month 2016, 8.3.-8.4.16“
5. KogA
6. Erfurt: LESUNG Abgeschobene Roma in Mazedonien
7. Demonstration gegen das Asylpaket II am 16.02.2016
8. Carnival Al-Lajiìn_Al-Lajiàat / Karneval der Geflüchteten am 20.03.2016 Berlin
9. Diskussionsveranstaltung zu ‚Sicheren Herkunftsländern‘ am 10.02.2016 Berlin
10. Veranstaltung von Romano Jekipe Ano Hamburg – Vereinigte Roma Hamburg und alle bleiben!
11. Vorankündigung: Solidarity4all – 4 – 7 AUGUST 2016 Camp gegen das Abschiebelager in Bamberg

Diskriminierung und Gewalt:

12. Albanischer Bürgerbeauftragter kritisiert den Abriss von Roma-Häusern
13. Neues Sondergericht in Den Haag eröffnet, um Kosovo Kriegsverbrechen zu verurteilen
14. Brennende Roma-Zelte in Linz
15. Rechtsextreme Parlamentspartei in der Slowakei im Visier der Justiz
16. Paris: Abriss von Roma-Lager
17. Italienische Staatsbürgerschaft für in Italien geborene und aufgewachsene Romni
18. Erschütternder Bericht aus Kroatien – Ein kleiner Junge weint aus Furcht, er möchte nicht mehr in die Schule: ‚Sie sind sehr frech zu uns’
19. Romasiedlungen in Montenegro ohne Strom
20. Rassismus in Serbien: Roma, Albaner und Bosniaken besonders bedroht

Buch/Lesungen

21. ROSENWINKEL – Romandebüt von Luise Rist
22. Das Roma-Center hat das Kinderbuch „Sunita und Mira feiern Herdelezi“
 
The Awakening
„The Awakening“ – ein Film von Kenan Emini

Seit Februar wird der Film „The Awakening“ (Das Erwachen) Deutschlandweit gezeigt, unter anderem in Freiburg, Kiel und Göttingen. Gerne zeigen wir den Film auch in Ihrer Stadt. Mehr Infos, Tour- und Kontaktdaten unter:

WWW.AWAKENINGMOVIE.DE/X



Der Regisseur Kenan Emini hat seit 2009 Recherchereisen in verschiedene europäische Länder unternommen und offenbart den Zuschauern in seinem Film die Lebensrealitäten von Roma, die abgeschoben wurden.  Wie ist die Situation in den verschiedener Balkanstaaten? Emini portraitiert schonungslos die Realität, zeigt die prekären Wohnverhältnisse und den Kulturschock, den Roma-Jugendliche erleben, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind und in den Kosovo abgeschoben werden. Zugleich thematisiert er Rechtsradikalismus und Diskriminierung von Roma in Europa. So werden z.B. die Hassmärsche gegen Roma in der Tschechischen Republik gezeigt. Gerade bei der aktuellen Demonstrationsflut rechter Bewegungen, eine Gefahr, die man nicht unterschätzen darf.

 
8. April – ROMADAY

Der 8. April erinnert an den 1. Welt-Roma-Kongress, der 1971 in London stattfand und an dem Delegierte aus 14 Ländern teilgenommen haben. Zu diesem Anlass wurde die Bezeichnung Roma als Oberbegriff für die verschiedenen Subgruppen weltweit festgesetzt, die Roma-Flagge entworfen und das Lied „Djelem Djelem“ als Hymne ausgewählt. Der erste Welt-Roma-Kongress gab den Anstoß für die Gründung von zahlreichen Roma-Selbstorganisationen, die in verschiedenen Ländern die Interessen der Minderheit vertreten.  Weiterlesen ›
 
„Romnja Power Month 2016, 8.3.-8.4.16“

Mit einer Demonstration und Kundgebung unter dem Motto: „We take the Power back!“ startete der Romnja Power Month am 8. März 2016 in Berlin. Initiiert und gestaltet wurde der „Romnja Power Month“ von der Initiative IniRromnja, die im Rahmen des Modellprojekts  „Rromnja Archiv RomaniPhen“ insbesondere künstlerische, gesellschaftskritische als auch wissenschaftliche Positionen von Romnja und Sintezza archivieren und sichtbar machen.

Während viele Vorträge und Debatten in der Öffentlichkeit über Sinti und Roma geführt werden, ist der Romnja Power Month eine Möglichkeit Romnja selbst zu Wort kommen zu lassen und ihre Perspektiven und künstlerischen Arbeiten kennenzulernen. In einem vielfältigen kulturellen Programm, darunter Lesungen, Vorträge aber auch Theateraufführungen wurden literarische Werke und wissenschaftliche Arbeiten präsentiert, wie z.B. Nizaqete Bislimis Buch „Durch die Wand: Von der Asylbewerberin zur Rechtsanwältin“ oder der Vortrag über tradierte Konstruktionen der Bildungsfähigkeit von Sinti und Roma von Dr. Jane Schuch „Alle alles ganz zu lehren“ (Comenius 1657). Auch das Theaterstück der Jugendgruppe „So keres? Romeo und Gadjijulia“ wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe präsentiert. 
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KogA

Die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten arbeitet in dem Modellprojekt KogA an der Entwicklung von Fortbildungsmodeulen für verschiedene Zielgruppen.  Ziel des Projektes ist es, mehrheitsgesellschaftlich sozialisierte Multiplikator_innen/Mitarbeiter_innen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen, Organisationen und verschiedener Berufsgruppen zu vorurteilsbewusstem und nichtdiskriminierendem Handeln zu qualifizieren. Das diesjährige Weiterbildungsprogramm richtet sich an beruflich und ehrenamtlich tätige Multiplikator_innen in den Bereichen: Soziale Arbeit, Jugendarbeit, schulische und außerschulische Bildung, Ausbildungs- und Berufsförderung, historisch-politische Bildung und Demokratie- und Menschenrechtsbildung. 

Detaillierte Informationen zu den Anmeldemodalitäten sowie zum Projekt finden Sie hier:
Flyer Bildungsprogramm KogA (PDF),   Übersicht Bildungsprogramm 2016 (PDF) 
www.stiftung-ng.de/de/projekte/koga
 
Erfurt: LESUNG Abgeschobene Roma in Mazedonien

Abgeschoben – und jetzt? Am 12.2.2016 in Erfurt fand in der „L 50“, einem offenem Raum des unabhängigem Vereins „s.P.u.K. e.V.“ (solidarische Politik und unkommerzielle Kultur) eine Lesung über die Situation von abgeschobenen Roma/Rromnja mit anschließender Diskussion statt.
Spätestens mit den letzten Asylrechtsverschärfungen bzw. den Deklarierungen südosteuropäischer Länder zu sicheren Herkunftsstaaten hat sich die Abschiebepraxis gegenüber Roma/Rromnja enorm verschärft, so dass sie kaum mehr Aussicht auf die Anerkennung von Asylanträgen haben. Doch die Situation in den Herkunftsländern ist alles andere als sicher, Roma/Rromnja sind Diskriminierungen in allen Lebensbereichen ausgesetzt. 
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Gelesen wurde zunächst von einer Unterstützerin der Kampagne „alle bleiben“ aus der Broschüre „Abgeschobene Roma in Mazedonien – Juristische, journalistische und medizinische Recherchen“ zur gegenwärtigen Situation von Roma in Südosteuropa. Dieser Bericht wurde von erstellt und publiziert durch das Roma Center Göttingen e.V. Untermauert wurde diese Lesung anschließend durch Erfahrungsberichte von abgeschobenen Roma-Familien, die nach Deutschland zurückgekehrt sind und derzeit in Erfurt leben. Sie berichteten persönlich sowohl von den traumatischen Erlebnissen der Abschiebung als auch von bedrückenden Erlebnissen in Mazedonien.
 
Demonstration gegen das Asylpaket II am 16.02.2016

Am 16.02.2016 fand am LaGeSo in Berlin die Demo gegen das Asylpaket II statt. Rund 1.000 Menschen haben in Berlin gegen die drastische Verschärfung des Ayslrechts in Deutschland protestiert. 

Hört den Redebeitrag zur Situation der Balkan-Flüchtlinge von Hamze Bytyci im Namen vom BundesRomaVerband und der Kampagne My right is your right und alle bleiben!
Mit dem Asylpaket II will die Bundesregierung in den nächsten Tagen rassistische Gesetzesänderungen verabschieden, die sich aggressiv gegen Geflüchtete richten. Weiterlesen › 
 
Carnival Al-Lajiìn_Al-Lajiàat / Karneval der Geflüchteten am 20.03.2016 Berlin

Das Bündnis My Right Is Your Right! rief zum Carnival Al-Lajiìn_Al-Lajiàat / Karneval der Geflüchteten. Am Sonntag den 20. März wurde mit Performances, Tänzen, Masken, Kostümen, Flashmobs, Musik die widerständige Tradition des Karnevals wiederbelebt. Redebeiträge gab es unter anderem von: Ahmed Shah/Nadia Grassmann (Refugee Club Impulse); Dalia El-Heit (JugendtheaterBüro Berlin/Festiwalla/KulTür Auf!); Samee Ullah (Refugee Aktivist, Koordinator My Right Is Your Right!); Salma Arzouni (Migrationsrat Berlin-Brandenburg/GLADT e.V.): Berliner Migrantische Selbstorganisationen in Solidarität mit Refugees. Weiterlesen ›

 
Diskussionsveranstaltung zu „sicheren Herkunftsstaaten“ am 10.02.2016
Unter dem Titel „Von wegen sicher – das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten in der Praxis“ fand am 10.02.2016 eine von der Rosa-Luxemburg-Stiftung ausgerichtete Veranstaltung statt. Diskutiert haben: Cornelia Ernst (MEP, DIE LINKE), Wiebke Judith (Amnesty International), Anne Meike Riebau (Refugee Law Clinic Berlin und Promotion an der Universität Salzburg zum Europäischen Migrations- und Asylrecht), Kenan Emini (Roma Aktivist aus dem Kosovo,von der Initiative «Alle bleiben»). Moderation: Boris Kanzleiter (RLS Büro Belgrad). Die Veranstaltung startete mit dem Kurz-Film «The Awakening» von Kenan Emini. Weiterlesen ›

 
Veranstaltung von Romano Jekipe Ano Hamburg – Vereinigte Roma Hamburg und alle bleiben!

„Der Balkan ist nicht ‚sicher’ für Roma! Wir wollen, dass alle bleiben können.“ hieß die Informationsveranstaltung, die am 16.01.2016 in Hamburg stattfand. Anlass war, dass in den Wochen zuvor viele Roma abgeschoben wurden. Hierzu und zu der Konstruktion der ‚sicheren Herkunftsländer’ sprachen die Anwältin Zorica Nicolic und der Völkerrechtler Prof. Norman Paech. 

Gemeinsam mit ‚alle bleiben’, Roma aus anderen Städten und weiteren Gästen wurde über weitere Aktionen gesprochen und Unterstützer_innen gewonnen. Weiterlesen ›
 
Vorankündigung: Solidarity4all – 4 – 7 AUGUST 2016 Camp gegen das Abschiebelager in Bamberg

Save the date/Vorankündigung Solidarity4all – Camp gegen das Abschiebelager in Bamberg 4.-7.8.2016, Bamberg Seit letzten Herbst gibt es in Bayern – in Bamberg und Manching – die ersten Sonderlager, in denen vor allem Menschen aus sog. Sicheren Herkunftsstaaten isoliert untergebracht, durch ein verkürztes Asylverfahren geschleust werden, um dann möglichst schnell wieder abgeschoben zu werden Weiterlesen ›

 
Diskriminierung und Gewalt gegenüber Roma in Europa
Albanischer Bürgerbeauftragter
kritisiert den Abriss
von Roma-Häusern



Das Büro des Bürgerbeauftragten verurteilte am Freitag, den 19.2.16, die Zerstörung verschiedener Roma-Häuser seitens der Aufsichtsbehörde, um den Bau einer neuen Straße zu ermöglichen. In Tirana wurden unter Polizeischutz sieben Roma-Häuser abgerissen, um eine neue Umgehungsstraße zu bauen. Die Verantwortung für das Vorgehen trägt die albanische nationale Aufsichtsbehörde IKMT. Mit der Zerstörung der „illegalen“ Häuser wurden grundlegende Rechte der Roma-Community verletzt. Weiterlesen ›
 
Neues Sondergericht in Den Haag eröffnet, um Kosovo Kriegsverbrechen zu verurteilen

Den Haag (AFP) – Ein neues Sondergericht wurde in Den Haag eröffnet, das gegen mutmaßliche Kriegsverbrechen von albanischen Befreiungskämpfern während des Kosovo-Konfliktes Anklage erhebt. Zwischen 1998 und 1999 kämpften Mitglieder der UÇK, um Unabhängigkeit der südserbischen Provinz des Kosovos gegen serbische Truppen. Seit einem Bericht über die Kriegsverbrechen von UÇK-Mitgliedern, der 2011 vom Council of Europe veröffentlicht wurde, ist Pristina international unter Druck geraten, einen speziellen Gerichtshof zur Aufarbeitung der Kriegsverbrechen einzurichten.
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Anschlagsserie auf Roma-Zelte in Linz

In Österreich gab es im Februar/März mehrere Brandanschläge auf Zeltlager von Roma-Familien. Am 14.02. und 16.02.2016 wurden mehrere Zelte von Unbekannten in Linz in Brand gesetzt. Das Zeltlager befindet sich in einem Waldstück der voestalpine zwischen der A7 und der Postbusgarage. Die Linzer Polizei und der Verfassungsschutz des Innenministeriums ermitteln. Bislang wurden jedoch noch keine Täter gefasst. Weiterlesen ›  

 
Rechtsextreme Parlamentspartei im Visier der Justiz

Am 05.03.2016 wurde in der Slowakei die rechtsextremistische Volkspartei „Unsere Slowakei LSNS“ ins Parlament gewählt. Gegen die Volkspartei hat der Rat der Roma-Organisationen Strafanzeige wegen rassistischer Hetze erstattet. Chef der Partei ist Marian Kotleba. Ihm und seinen Anhängern wird vorgeworfen, ihren Wahlkampf mit rassistischer Hetze gegenüber Roma betrieben zu haben. So verwendeten sie Begriffe wie „Zigeunerterror“ und „Zigeunerkriminalität“ und haben damit Rassismus und Ressentiments gegenüber der Minderheit gefördert. Gegen die Partei laufen derzeit mehrere Verbotsanträge.

 
Paris: Abriss von Roma-Lager

Auf einer stillgelegten Bahnstrecke im nördlichen Stadtrand von Paris befand sich eine Barackensiedlung, in der etwa 400 Roma lebten. Am Mittwoch, den 3.Februar wurde der Abriss des Roma-Lagers an der „Petite Ceinture“ veranlasst. 135 Häuser wurden abgerissen. Die Hilfsorganisation Medecins du Monde kritisierte, dass die Räumung Roma stigmatisiere und die Gesundheitssituation der Betroffenen verschlechtere. Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, betonte die Pflicht der französischen Behörden gegenüber den von Zwangsräumung Betroffenen, entsprechende Alternativunterkünfte bereitzustellen. Weiterlesen › 

 
Italienische Staatsbürgerschaft für in Italien geborene und aufgewachsene Romni

Rom: 17.3.2016: In Italien hat eine Romni mit bosnischen Wurzeln, die in Italien geboren und aufgewachsen ist, im Alter von 18 Jahren die italienische Staatsbürgerschaft beantragt. Zunächst wurde diese verweigert, jedoch hat das Zivilgericht in Rom die Entscheidung revidiert und bestätigt nun ihre italienische Staatsbürgerschaft. Das Gesetz sagt, dass ein Ausländer, der in Italien geboren wurde, der ohne Unterbrechung legal bis zur Volljährigkeit in Italien gelebt hat, die italienische Staatsbürgerschaft beantragen kann. Weiterlesen ›

 
Erschütternder Bericht aus Kroatien – Ein kleiner Junge weint aus Furcht, er möchte nicht mehr in die Schule: ‚Sie sind sehr frech zu uns’
In Kroatien sind ethnische Minderheiten am meisten der Diskriminierung ausgesetzt. Beleidigungen ertragen sie jeden Tag, so auch in der Schule. Auch wenn er ein sehr guter Schüler ist,  mag Enis Omerović nicht mehr in die Schule gehen. „Sie sind, sie sind zu uns sehr frech...“ hört man den kleinen Enis durch die Tränen sagen. Die neuen ‚Freunde’ aus der Klasse – wie er sie nennt, achten ihn nicht. „Wenn wir uns neben sie stellen, verscheuchen sie uns sofort, sagen, dass wir dumme „cigani“ sind und allerlei andere Worte“ ergänzt Enis. Weiterlesen ›
 
Romasiedlungen in Montenegro ohne Strom

Die Haushalte in der Siedlung bei Trebjesa (Nikšić) wurden bereits im Januar vom Stromnetz getrennt. Betroffen sind ca. 20 Familien, deren Haushalte am 25.01.2016 vom Strom genommen wurden. Sie mussten jahrelang das Stromnetz anzapfen, weil ihnen eine Legalisierung und damit einhergehende ordentliche Anmeldung beim Stromanbieter verwehrt wurde. Dabei wurden die Objekte selbst von der Gemeinde errichtet, wenn auch nie fertiggestellt, trotz der dafür vorgesehen Spenden. Weiterlesen › 

 
Rassismus in Serbien: Roma, Albaner und Bosniaken besonders bedroht
Rassismus in Serbien: Roma, Albaner und Bosniaken besonders bedrohtRassismus gibt es in Serbien, und das spüren alltäglich Angehörige von Minderheiten – wurde im Rahmen des Tages gegen Rassismus am 21.03.2016 von allen Nicht-Regierungsorganisationen bestätigt. Ihren Worten nach muss ein System geschaffen werden, das hilft, eine Gesellschaft der sozialen Gerechtigkeit aufzubauen, in dem alle gleich sind und alle die gleichen Rechte haben. Weiterlesen › 
 
Aus Deutschland
 
(Baden-Württemberg) Am 25.02. wurden 36 Kinder und 40 Erwachsene nach Mazedonien und Serbien abgeschoben

Da 36 Kinder unter den Abgeschobenen waren ist davon auszugehen, dass ein Großteil der abgeschobenen Menschen Familien sind. 34 Abgeschobene sind Angehörige der Romaminderheit, die in den Ländern Serbien und Mazedonien häufig vielfältiger Diskriminierung ausgesetzt sind (zur Situation abgeschobener Roma in Mazedonien vgl. u.a. “abgeschobene Roma in Mazedonien”). Weiterlesen › 

 
(Niedersachsen) Roma-Familien droht Abschiebung nach siebzehn Jahren in Deutschland

Roma- Familien aus dem Kosovo, die seit ca. siebzehn Jahren in Göttingen leben, sollen abgeschoben werden. Betroffen sind dreizehn Kinder und Jugendliche, von denen zwölf in Göttingen geboren sind. Das älteste Kind ist siebzehn und das jüngste ein Jahr alt. Weiterlesen › 

Zurück in die Fremde? Abschiebung einer Schülerin

Die 15-jährige Anita Osmani ist in Göttingen geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern sind während des Kosovokrieges nach Deutschland geflohen. Einen Ausweis besitzt die Schülerin nicht – weder einen kosovarischen noch einen deutschen. Hier wird über die Staatsangehörigkeit der Neugeborenen nicht anhand des Geburtsortes entschieden, sondern anhand der Blutlinie. Das machte Anita wie tausend andere in Deutschland geborene Jugendliche zu Staatenlose. Nach der letzten Asylrechtsverschärfung von Oktober 2015 soll die Romafamilie nun nach 17 Jahren in das für Anita fremde Kosovo abgeschoben werden. Weiterlesen › 

 
Buch/Lesungen
ROSENWINKEL / DEUTSCHLAND. Zwei Bücher, entstanden in der Mitwirkung von Menschen, die in der Straße mit dem Namen ROSENWINKEL lebten, bevor sie abgeschoben wurden
ROSENWINKEL – Romandebüt von Luise Rist

Die Theater-Regisseurin und Autorin von boat people projekt, Luise Rist, hat ihren Debüt-Roman über eine Roma-Familie geschrieben, die nach siebzehn in Deutschland verlebten Jahren in ein „sicheres Herkunftsland“ abgeschoben wird. Auf dem Cover ist die fünfzehnjährige Anita Osmani abgebildet, die Göttingerin, für deren Verbleib in Deutschland sich zuletzt viele Unterstützer*innen eingesetzt hatten. Bis vor Kurzem sind Luise Rist und Anita Osmani gemeinsam bei Lesungen aufgetreten. Jetzt musste Anita mit ihrer Familie untertauchen. Das Buch erzählt von den Folgen einer Abschiebung, und darüber hinaus eine spannende und berührende Geschichte, die in ein kriegsversehrtes Land und gleichermaßen ins Herz einer besonderen Frau, einer Roma aus Bosnien, führt. Weiterlesen ›

 
Roma-Center Göttingen e.V. veröffentlicht zweisprachiges Kinderbuch
Das Roma-Center hat das Kinderbuch „Sunita und Mira feiern Herdelezi“ veröffentlicht. Das Buch wurde für Kinder im Alter von 3-6 Jahren konzipiert und ist zweisprachig, in Deutsch und Romanes, gestaltet. Die Geschichte erzählt von zwei Freundinnen, die gemeinsam in den Kindergarten gehen. Sunita lädt Mira ein, mit ihr das Roma-Fest Herdelezi zu feiern. Die Autorinnen Doreen Blume-Peiffer und Hatigje Osmani haben die Geschichte gemeinsam erarbeitet. Weiterlesen ›
 
 


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