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Online-Event am 26. Mai: Bleivergiftungen im Kosovo u.a. Wege zur rechtlichen Verantwortlichkeit

Online-Event am 26. Mai: Bleivergiftungen im Kosovo u.a. Wege zur rechtlichen Verantwortlichkeit

Nachdem die Kosovo-Albaner den Krieg mit Hilfe der NATO gewonnen hatten, wurde im Juni 1999 die Roma-Mahala in Mitrovica von der albanischen Bevölkerung geplündert und niedergebrannt. Ihre Bewohner_innen wurden unter den Augen der französischen KFOR gewaltsam vertrieben. Ein Teil der Roma floh in andere Länder oder Gegenden Jugoslawiens. Wer es nicht schaffte, wurde von der KFOR und der Übergangsverwaltung im Kosovo (UNMIK) in Camps für Binnenvertriebene in Nord-Mitrovica untergebracht.

Diese Camps wurden auf dem Gelände einer ehemaligen Bleischmelzanlage errichtet, die Erde, Wasser und Luft der Gegend mit Schwermetallen, insbesondere Blei, verseuchte. Die Vertriebenen sollten dort zunächst nur wenige Monate bleiben. Aber daraus wurden Jahre, in denen die dort untergebrachten Menschen durch Blei vergiftet wurden. Viele starben und dort geborene Kinder kamen mit Behinderungen zur Welt.

Seit 2005 setzt sich die us-amerikanische Anwältin Dianne Post für die Entschädigung dieser Menschen ein. Nach langen Kämpfen erreichte sie schließlich 2016 eine Entscheidung, die eine Entschuldigung, Entschädigung und andere Abhilfemaßnahmen anordnete. Davon wurde nichts realisiert.

Die Online-Veranstaltung Wege zur rechtlichen Verantwortlichkeit für Bleivergiftungen befasst sich neben dem Kosovo auch mit Bleivergiftungen in den USA, Peru, Griechenland und weltweit.

Wann: 26. Mai 2021, 17-19h

Wo: Online via Zoom

Über die kostenlose Registrierung erhält man die Zugangsdaten für Zoom.

Mehr Infos über die bleiverseuchten Lager in Mitrovica hier und das Scheitern der UN bei der Entschädigung hier.

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